Sozialpädiatrisches Zentrum und Frühförderung
Botulinum-Toxin-Behandlung (BTX-A-Behandlung)
Seit 1998 wird die Botulinum-Toxin-Behandlung im SPZ der Reha-Westpfalz im interdisziplinären Team bei Kindern mit ICP und anderen Erkrankungen, die mit Spastik einhergehen, vorgenommen.
Das Behandlungskonzept umfasst sowohl die BTX-A Injektionen als auch nach Bedarf die Hilfsmittelversorgung.
Botulinum-Toxin
Interdisziplinäres Team
ICP
Behandlungskonzept
Hilfsmittel
Botulinum-Toxin
Botulinum-Toxin (BTX) wird synthetisch hergestellt und besteht aus sieben strukturähnlichen aber immunologisch verschieden wirksamen Neurotoxinen (A-G). Intramuskulär injiziertes BTX-A führt zur reversiblen Blockierung der Acetylcholinausschüttung an den motorischen Endplatten und somit zu einer "chemische Denervierung". Es kann selektiv an einzelnen Muskeln angewendet werden.
Interdisziplinäres Team

KinderärztIn und PhysiotherapeutIn erheben gemeinsam die Anamnese und untersuchen den Patienten. Sie erarbeiteten das Behandlungskonzept bezüglich BTX-A Injektion in Verbindung mit der Hilfsmittelversorgung und beraten gemeinsam mit dem sozialen Umfeld des Kindes (Eltern, ErzieherInnen, TherapeutInnen u.a.m.) wie die spastik-bedingten Probleme (Schmerzen, Kontrakturen, Luxationen etc.) behandelt werden können, um die Integration des Patienten im Alltag zu verbessern.
ICP
Die Infantile Cerebralparese ist eine angeborene oder im Neugeborenenalter erworbene Hirnschädigung, die zu einer mehr oder weniger ausgeprägten Störung von Bewegungsabläufen führt. Durch übermäßige Anspannung einzelner Muskeln (Spastik) kommt es zu Bewegungseinschränkungen, die langfristig Kontrakturen und Luxationen hervorrufen können. Neben den motorischen Störungen können im Rahmen der Hirnschädigung auch kognitive, perzeptive und andere Sinnesstörungen sowie Epilepsien auftreten
Behandlungskonzept

Nach ausführlicher Anamnese und Untersuchung des Patienten durch das interdisziplinäre Team, sowie nach - bei Bedarf - weiterer Diagnostik, wird ggf. die Indikation zur BTX-A Injektion gestellt. Die Familie und der Patient werden über Wirkung und Nebenwirkungen von BTX-A aufgeklärt und das geplante Behandlungskonzept wird genau erläutert. Der Ausgangsbefund wird dokumentiert ( Gelenkmessung, Videoaufnahme etc.) und die intramuskuläre BTX-A Injektion bei einem 2. Termin ggf. unter Analgesie vorgenommen.
Nach Bedarf werden zu diesem Zeitpunkt Hilfsmittel (Orthesen, Nachtlagerungsschienen etc.) angepasst. Zum Wirkungsoptimum von BTX-A wird der Patient nochmals genau untersucht, videodokumentiert und die Veränderungen werden erfragt. Je nach Verlauf wird danach der nächste Injektionstermin vereinbart.
Hilfsmittel



